Saft vs. Smoothie

Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen einem kaltgepresstem Saft und dem Smoothie?

Smoothies sind heute in aller Munde, im wahrsten Sinne des Wortes. Mittlerweile sprießen Smoothie Bars nur so aus dem Boden und in den Supermärkten findet man eine große Auswahl an Obst- und zunehmend auch grünen Smoothies.

Neben diesem Trend beobachten wir, dass frisch gepresste Säfte zunehmend beliebter werden. Das Prinzip ist ähnlich: Man mischt eine Auswahl an Obst und Gemüse zusammen und erhält einen leckeren Saft. Auch hier sehen wir, dass die Auswahl an „natürlichen“ Säften im Handel wächst. Ein Trend der mit einigen Jahren Verspätung aus den USA zu uns kommt. Dort sind Juice-Bars keine Seltenheit mehr. Auch das Angebot an kleinen Start-ups, die spezielle Saft-Kuren anbieten, steigt. Diese Unternehmen bieten Pakete mit verschiedensten Säften in fancy Flaschen an, die man z.B. im Rahmen einer Detox-Kur verwenden kann.

Was ist denn nun besser? Ein cremiger Smoothie oder ein frischer Saft?

Vorweg: Beide sind toll und haben ihre Zielgruppe. Es gibt hier kein besser oder schlechter, lediglich ein, je nach persönlichem Ernährungsziel, passenderes Getränk.

Vom Groben zum Feinen: Der Hauptunterschied zwischen einem Smoothie und einem Saft ist die Zubereitung. Smoothies werden in einem Mixer, Säfte in einem Entsafter zubereitet. Während Mixer mit hohen Umdrehungen arbeiten, funktioniert das Entsaften mit Geräten, die eher weniger Umdrehungen bieten. Beim Smoothie werden alle Bestandteile der Zutaten miteinander gemixt, beim Entsaften steht am Ende nur die Flüssigkeit zur Verfügung.

Der Saft enhält im Vergleich zum Smoothie deutlich weniger Ballaststoffe!

Ein Smoothie enthält also sämtliche Bestandteile seiner Zutaten. Also alle Nähr- und Ballaststoffe. Die Nährstoffe sind hier stärker als im Saft gebunden, da sie sich noch zu großen Teilen im Zellgewebe befinden. Beim Saft ist dies anders. Hier wird durch das Presssystem die Flüssigkeit aus dem Gemüse und Obst „gepresst“. Ein Großteil der Ballaststoffe landet nicht im Saft, sondern im sog. Trester.

Kritiker von Smoothies führen oft an, dass durch die hohen Umdrehungszahlen und die dadurch entstehende Hitze viele Nährstoffe zerstört werden. Im Vergleich zu einer schonenden Entsaftung z.B. in einem Slow Juicer mag das stimmen. Allerdings kann ein reichhaltiger Smoothie durchaus eine Tagesmahlzeit ersetzen und ist mit den richtigen Zutaten durchaus sehr gesund.

Bei einer schonenden Entsaftung mit einem Slow Juicer, mit Umdrehungen zwischen 40 und 80 pro Minute, wird der maximale Vitamin- und Enzymgehalt gesichert. Das, um es noch mal auf den Punkt zu bringen, ist der wesentliche Unterschied zum Smoothie.

Smoothies sättigen stärker, dafür sind Säfte besser verdaulich.

Auf der Ebene der Verdauung, hat der Saft einen leichten Vorteil gegenüber dem Smoothie. Aufgrund seines deutlich geringeren Gehalts an Ballaststoffen ist er leichter zu verdauen. Der Übergang der Nährstoffe über den Verdauungstrakt ins Blut erfolgt schnell und effizient. Dies setzt aber auch voraus, dass der Saft nach dem Entsaften nicht lange stehen bleibt, da durch die zügige Oxidation Nährstoffe verloren gehen können.

Du siehst, beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Aber beide, sowohl ein Smoothie aus dem Mixer als auch ein Saft aus dem Slow Juicer sind tolle Wege, seinen Körper mit gesunden Nährstoffen zu versorgen. Und was spricht eigentlich dagegen, sich für beide Varianten zu entscheiden ;-)


Kleiner Tipp von uns: Auf der Literatur-Seite haben wir ein paar tolle Rezept-Bücher, die Lust auf frischen Saft machen!

 

Wir haben das Experiment gewagt: Mixer vs. Slow Juicer

 
Juicen vs. Mixen
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